Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme
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Leipziger Symposien zur Kinder- und Jugendstimme

Vorträge und Workshops

 
 

15. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme

Thema: "Beziehungssystem Stimme"
Leipzig, 24.-26. Februar 2017

   
 
   

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Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr herzlich laden wir Sie zu unserem 15. Leipziger Symposium zur Kinder- und Jugendstimme ein. Gemeinsam mit Ihnen und ausgewiesenen Spezialisten möchten wir unter dem Motto "Beziehungssystem Stimme" ergründen, welche Rolle die Stimme beim Aufbau und der Pflege von Beziehungen zu anderen Menschen spielt.

Das Kleinkind entwickelt zunächst eine Beziehung zur eigenen Stimme und zu den Stimmen der Familienmitglieder. Bald kommen weitere Bezugspersonen dazu, die nicht nur verbal sondern auch vokal mit den Kindern interagieren und sie mit Ihren Stimmen prägen. Sind sich Erzieher*innen und Lehrer*innen Ihrer stimmlichen Vorbildfunktion in der täglichen Kommunikation immer bewusst und verfügen sie über Kenntnisse und Mittel für eine positive Beeinflussung der stimmlichen Entwicklung? Bereits im Vorschulalter treten Stimmstörungen auf, deren Ursache eine gestörte Kommunikation innerhalb der Familie und des sozialen Umfeldes ist und bei deren Therapie die Familienmitglieder zwingend einbezogen werden müssen. Diese Störungen müssen erkannt, mit den Eltern kommuniziert und einer Diagnostik, ggf. auch Therapie zugeführt werden, um Folgeschäden nicht nur stimmlicher Art für das Kind zu vermeiden.

Musikpädagogen im weitesten Sinne wirken über Ihre Vorbildfunktion, über ihre musikalischen und stimmlichen Anregungen auch als "stimmliche Eltern" und haben einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung der Stimme, den Umgang mit ihr und den Stimmklang bei Kindern und Jugendlichen – also auch bei der Früherkennung sich entwickelnder Stimmauffälligkeiten. Mit ihrer Arbeit leisten sie einen großen Beitrag für die Erhaltung und Entwicklung der Freude am Singen und damit für die Entwicklung einer gesunden, gestaltungs- und belastungsfähigen Stimme, die nicht nur die Grundlage für ein gelingendes Musizieren, sondern auch für die Kommunikation im privaten und später beruflichen Umfeld ist.

Der zentralen Funktion der Stimme in Beziehungen sollte im (musik-) pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Kontext Rechnung getragen werden. In der Stimmbildung, im Gesangsunterricht, in der Probe, genauso wie in der ärztlichen Konsultation und in der Stimmtherapie sind wir durch den längerfristigen und regelmäßigen Kontakt oft auch Vertrauenspersonen für die Kinder und Jugendlichen. Die Arbeit mit und an der Stimme bedeutet auch immer die Einbeziehung des gesamten Körpers. Dabei kommt der Nähe-Distanz-Regulation in Unterricht und Therapie eine wichtige Bedeutung zu. Wieviel Anfassen, wieviel "Körperlichkeit" ist notwendig und wieviel ist erlaubt? Wir groß ist die Gefahr körperlicher oder sexueller Übergriffe, wie verhalten wir uns, wenn Schüler oder Patienten solche Probleme berichten und welche Schutzkonzepte existieren?

Wir möchten mit diesem Programm Ihren und unseren Blick auf das Thema "Beziehungssystem Stimme" richten, schärfen und vielleicht auch erweitern und freuen uns auf spannende Vorträge, interaktive Workshops und angeregte Diskussionen. In bewährter Weise wird das wissenschaftliche Programm musikalisch und kulinarisch umrahmt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und grüßen Sie herzlich,

 
Prof. Dr. Michael Fuchs
Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie
Universitätsklinikum Leipzig
Prof. Dr. Andreas Dietz
Klinikdirektor
Universitätsklinikum Leipzig
   

Dr. Karl Ermert
Vorsitzender
Arbeitskreis Musik in der Jugend

Marleen Mützlaff
Generalsekretärin
Arbeitskreis Musik in der Jugend
   

Prof. Ilse-Christine Otto
Fachrichtung Gesang/Musiktheater
Hochschule für Musik und Theater Leipzig

 
Impressum | Letzte Änderung: 10.11.2016 | Autor: Martin Neef

UNIVERSITÄT LEIPZIG